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Blog - Spannendes aus der Welt der Führung


Die Strategie, die nur auf dem Papier existiert
Ich habe schon Geschäftsleitungen erlebt, die auf die Frage nach ihrer Strategie drei unterschiedliche Antworten gegeben haben, aus demselben Raum, innerhalb von fünf Minuten. Nicht, weil ihnen die Ausrichtung fehlte, sondern weil sie sie nie gemeinsam zu Ende gedacht hatten. Eine Strategie, die nur im Kopf der Geschäftsführung existiert, oder die zwar aufgeschrieben, aber nie konsequent verfolgt wird, ist im Alltag wertlos. Bei einer dieser Geschäftsleitungen stellte sich sp
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Die Rolle, die niemand einem beibringt
Eine neu ernannte Teamleiterin hat mir einmal erzählt, sie habe sich in den ersten Wochen ständig gefragt, wie eine „richtige“ Führungsperson wohl reagieren würde, statt einfach zu reagieren. Sie hatte kein eigenes Bild davon, wer sie als Führungsperson sein wollte. Das ist ein häufigeres Problem, als man denkt, besonders bei Nachwuchsführungskräften und ganzen Führungsteams nach einer Reorganisation. Was die Forschung zu Identitätsarbeit und Identity Play herausgefunden hat
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Der Konflikt, der nie ausgesprochen wurde
In vielen Teams gibt es einen Konflikt, den alle kennen und niemand anspricht. Zwei Abteilungen reiben sich seit Monaten aneinander, in Meetings bleibt es höflich, und trotzdem spürt jeder die Spannung im Raum. Was fehlt, ist nicht guter Wille. Es fehlt ein gemeinsamer Rahmen dafür, wie man solche Themen überhaupt anspricht. Ohne diesen Rahmen wird ein Konflikt entweder verschwiegen, bis er eskaliert, oder er wird zur Privatsache zwischen zwei Personen erklärt, obwohl das gan
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Warum Veränderung an Menschen scheitert, nicht an der Strategie
Die meisten Change-Projekte, die ich begleitet habe, sind nicht an der Strategie gescheitert. Sie sind daran gescheitert, dass niemand mit den Leuten gesprochen hat, die die Veränderung umsetzen mussten. Eine Restrukturierung kann auf dem Papier perfekt durchdacht sein und trotzdem im Alltag versanden, wenn die betroffenen Teams sie als etwas erleben, das ihnen passiert, statt etwas, an dem sie beteiligt sind. Widerstand ist dabei selten Sturheit. Meistens ist er ein Signal.
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Der schwierigste Moment im ersten Führungsjahr
Der schwierigste Moment im ersten Führungsjahr kommt meistens nicht bei der ersten grossen Entscheidung. Er kommt, wenn ein ehemaliger Kollege eine Deadline reisst und die neue Führungsperson zum ersten Mal etwas sagen muss, das vorher nicht ihre Aufgabe war. Wer bis gestern noch Kollege war und heute führt, bringt fachlich meistens genau das mit, was ihn für die Rolle qualifiziert hat. Führung ist aber eine andere Disziplin. Sie verlangt, Verantwortung für die Leistung ander
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Warum gut gemeintes Feedback oft nicht ankommt
„Das war doch nur konstruktive Kritik.“ Diesen Satz höre ich oft von Führungskräften, kurz nachdem ihr Feedback beim Gegenüber ganz anders angekommen ist als gemeint. Das Missverständnis liegt selten am Inhalt. Es liegt daran, wie Feedback aufgenommen wird, sobald jemand sich angegriffen fühlt. Sobald das passiert, schaltet das Gehirn auf Verteidigung. Ab diesem Moment hört die Person nicht mehr zu, sie rechtfertigt sich innerlich schon. Wer das nicht weiss, wiederholt sein F
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Warum das Tagesgeschäft die Strategie frisst
Eine Geschäftsführerin eines Handwerksbetriebs mit 40 Mitarbeitenden hat mir einmal gesagt, ihr Tag bestehe aus lauter kleinen Bränden, die sie lösche, und am Abend habe sie das Gefühl, keinen einzigen strategischen Gedanken gefasst zu haben. Das ist kein Ausnahmefall. In den meisten KMU gibt es keine eigene Stabsstelle, die den Kopf für die Strategie freihält. Wer führt, liefert gleichzeitig operativ. Das Problem ist nicht fehlender Wille zur Strategie. Es ist die Struktur:
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Wenn die Entscheidung nicht warten kann
Ein Bereichsleiter ruft mich an, eine Stunde bevor er einer Grosskundin eine schwierige Entscheidung mitteilen muss. Die Zahlen sind unklar, zwei Abteilungen sind sich uneinig, und die Zeit läuft. Er fragt mich nicht, was er tun soll. Er fragt, warum er sich seit einer Stunde im Kreis dreht, statt einfach zu entscheiden. Das ist keine Charakterschwäche. Unter echtem Druck schaltet das Gehirn in einen Modus, der auf schnelle Reaktion ausgelegt ist, nicht auf saubere Analyse. W
Raphael Steinhöfel
19. Sept.3 Min. Lesezeit


Job-Angst 2026: Warum Schweizer Unternehmen jetzt um das Vertrauen der Jungen kämpfen müssen
In vielen Unternehmen ist der Fachkräftemangel weiterhin ein zentrales Thema. Gleichzeitig zeigt eine neue Studie von Angestellte Schweiz und DemoSCOPE ein Bild, das HR-Verantwortliche ernst nehmen sollten. Viele Arbeitnehmende in der Schweiz machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Besonders deutlich wird, dass diese Unsicherheit nicht nur bei älteren Mitarbeitenden kurz vor der Pensionierung spürbar ist, sondern gerade bei den Jüngeren. In einer volatilen Arbeitswelt spiel
Martin Gafner
24. Apr.4 Min. Lesezeit
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